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Allergie-Mittel unter Verdacht:
Loratadin soll zu Geburtsfehlern führen
Wie die amerikanische Nachrichtenagentur Reuters berichtet, steht Claritin - ein Allergiemittel der Schering-Plough Corp. mit dem Wirkstoffe Loradatin - unter dem schlimmen Verdacht zu Geburtsfehlern zu führen, wenn es von Frauen während der Schwangerschaft eingenommen wird.
Im schwedischen Geburtenregister wurden 15 Fälle von Hypospadia unter 2780 Geburten von Frauen registriert, die während der Schangerschaft das Allergiemittel eingenommen hatten. Etwa die Hälfte der 2780 Neugeborenen waren Jungens.
Hypospadia ist eine Fehlentwickung des Penis, die erst durch eine komplizierte Operation behoben werden kann.
Claritin war mit 3,2 Milliarden Umsatz 2001 das weltweit am meisten verkaufte Allergiemittel. Nachdem das Patent für das nicht verschreibungepflichtige Medikament ausgelaufen ist, wird es auch von deutschen Pharmafirmen hergestellt. Unter anderen unter dem Namen Lorano von HEXAL.

Lebensgefahr durch Gerinnungshemmer:
Tödlich verlaufende anaphylaktische Reaktionen mit Refludan (Schering)
Refludan enthält als Wirkstoff Lepirudin, ein rekombinantes Hirudin, das sowohl freies als auch an Fibrin gebundenes Thrombin spezifisch hemmt.
Das Präparat wurde 1997 in der Europäischen Unnion zugelassen und bisher bei ca. 35.000 Patienten eingesetzt.
Es ist bekannt, dass Hirudine allergische Reaktionen sowohl von anaphylaktischen als auch von anaphylaktoiden Typ auslösen können.
Kürzlich sind 7 Fälle von schweren anaphylaktischen Reaktionen nach Verabreichung von Refludan berichtet worden. In mindestens 6 von diesen Fällen erfolgte die anaphylaktische Reaktion nach Reexposition mit Refludan.
Fünf diser Fälle endeten mit Exitus. In mehreren dieser Fälle wurde Refludan außerhalb der zugelassenen therapeutischen Indikation angewendet.

(Quelle: AMK)

Arzneimittelkommission:
Warnung vor neuen Wundermitteln
Immer wieder werden vermeintliche Wundermittel angepriesen, über deren Wirksamkeit es keine gesicherten Untersuchungen gibt. Jüngstes Beispiel ist ein Produkt aus Kroatien.
Als Nahrungsergänzungsmittel mit arzneilicher Wirkung wird über das Internet "Megamin" angeboten. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärtzeschaft warnt jedoch: "Für Megamin liegen keine wissenschaftlichen Belege über Wirksamkeit und Unbedenklichkeit vor."
"Megamin" besteht nach Angaben einer Vertriebsfirma aus natürlichem Silikatmineral, sogenanntem Zeolith. Es wird aus vulkanischem Urgestein gewonnen und soll aufgrund seiner Kristallstruktur Schadstoffe einlagern können. Dieser Effekt soll auch den menschlichen Organismus von schädlichen Stoffen befreien. "Megamin" sei somit ein "ideales Nahrungsergänzungsmittel für gestressten, durch Schadstoffe belasteten Menschen von heute."
135 Kapseln à 400 mg werden beispielsweise für 61 € angeboten.
Auf weiteren Internetseiten wird dieses Präparat auch als wirksames Mittel gegen Krebs, Diabetes, Magengeschwüre, Virusinfektionen, Schizophrenie oder Neurodermitis angeboten. Nach Aussagen der Anbieter zufolge treten bei der Einnahme keine Nebenwirkungen auf.
Nach Angaben der Arzneimittekkommission handelt es sich bei derartigen Werbeaussagen um ein Arzneimittel und darf wegen fehlender Zulassung nicht in den Handel gebracht werden.